Angst kommt von Enge

Systemtherapeutische Gruppentherapie – Angst

Angst

Aus dem indogermanischen Wort „anghu" – beengend
althochdeutsch „angust" – Enge / Beklemmung

Enge

Eine Situation, Gedanken, Begegnungen, Erinnerungen führen zu einem Gefühl der Enge. Der innere und der äußere Raum wirken eingeschränkt und bedrängend.

Ist man in einer Situation, in der der Körper sofort und ohne langfristige abwägende Bewertung reagieren muss, ist die Angst und der daraus resultierende Ablauf im Körper eine wertvolle und teils lebensnotwendige Reaktion.

Gewohnte und geebnete Pfade

In unserem Körper sind Erinnerungen von Erlebtem vielfältig gespeichert. Einen Teil können wir kognitiv abrufen und benennen, andere Informationen sind in unserem Gehirn, Muskeln, Faszien und Nervensystem vermerkt, aber können von uns nicht eindeutig abgerufen werden.

So laufen unterbewusst Reaktionsmuster ab, deren Genesis für uns nicht auf der kognitiven Ebene erklärbar ist. Zumindest solange wir Zusammenhänge und mögliche Reaktionskaskaden nicht betrachten und daraus Erkenntnisse für Korrelationen gewinnen können.

Unsere Gedankengänge beschreiten meist die schon gewohnten und geebneten Pfade, da neue Wege mit Aufwand und Energieeinsatz verbunden sind. Daher sind Impulse, Fragen oder Ähnlichkeiten von Berichten anderer eine Möglichkeit, abseits der vorausgedachten Spur innezuhalten und andere Perspektiven in den Blick zu nehmen.

Sprechen ist keine Einbahnstraße

Sich in der Gruppe mitzuteilen, filtert das Gesagte durch die Ohren der Anwesenden. Sprechen ist keine Einbahnstraße, es ist die Verbindung zu sich mit der Rezeption der anderen. Wir hören uns sprechen und durch das Sprechen und das Hören der anderen nehmen wir unsere Gedanken auf einer veräußerten Ebene wahr und entwickeln damit eine Dynamik, die im reinen Denken ohne gesprochene Mitteilung nicht stattfinden würde. Räume werden somit erweitert. Sowohl die inneren als auch durch Veräußerung von Gedanken die äußeren.

Gruppentherapie in meiner Praxis

Ich plane, zum Thema Angst und ebenfalls zu anderen Themen in meiner Praxis Gruppentherapie anzubieten. Gedacht ist an eine kleine, feste Gruppe, die sich regelmäßig trifft und von mir moderiert wird – ein Rahmen, in dem niemand sich erklären oder rechtfertigen muss und in dem das eigene Erleben neben dem der anderen stehen darf. Wie viele Termine eine Gruppe umfasst und wann sie beginnt, richtet sich danach, wie viele Menschen sich melden.

Wenn Sie lieber zunächst allein sprechen möchten, kann die systemische Einzeltherapie ein erster Schritt sein; wo die Enge zwischen zwei Menschen entsteht, ist es die systemische Paartherapie. Und wenn die Angst mit einer Erkrankung zusammenhängt, ist die psychoonkologische Beratung der passendere Rahmen.

Sollten Sie Interesse haben, schreiben Sie mir gern über die Kontaktseite oder rufen Sie an. Ich melde mich zeitnah bei Ihnen – auch dann, wenn Sie noch nicht sicher sind, ob eine Gruppe das Richtige für Sie ist.

Sie schreiben, ich melde mich

Praxisadresse

Brustzentrum Kurfürstendamm
Kurfürstendamm 216
10719 Berlin
(U Uhlandstraße: U1 / Bus 109, 110, M19, M29, N10, X10)
Einblick in die Praxisräume